Privatsache Handtasche

Der Shopper als Spiegel der Seele und Erweiterung des Selbst

Für Frauen sind sie ein unverzichtbarer Begleiter, für Männer ein ewiges Mysterium. Die Handtasche ist mehr als nur ein schnöder Gebrauchsgegenstand. Wie kaum ein zweites Accessoire der Modewelt scheint sie mit ihrer Trägerin verwachsen zu sein. Doch bei aller Faszination hat die Handtasche auch etwas Verbotenes an sich. Kaum ein Mann traut sich, unaufgefordert einen Blick in ihr Inneres zu riskieren. Dem französischen Soziologen Jean-Claude Kaufmann ist das gelungen, was vor ihm noch niemand geschafft hat. Für sein Buch »Privatsache Handtasche«, hat er die Handtaschen von 75 Frauen zum Sprechen gebracht. Auf knapp 200 Seiten nimmt der Jean-Claude Kaufmann den Leser mit auf eine faszinierende Expedition in eine Welt voller persönlicher Erinnerungen und Geheimnisse.

Die Handtasche als Fass ohne Boden

Mit viel Witz und Charme erklärt Kaufmann den Zusammenhang zwischen der Art und Weise, wie wir leben und lieben, und der Art und Weise, wie wir das Innenleben unserer Handtasche organisieren. Er beschreibt detailliert, warum Frauen dazu neigen, ihr halbes Leben mit sich herumzutragen und geht der Frage nach, warum das Handy oder der Schlüssel immer da sind, wo wir sie mit Sicherheit zuletzt vermuten. Wer regelmäßig am Chaos in der eigenen Handtasche verzweifelt, sollte sich nicht länger ärgern: Für Kaufmann ist gerade das notorische Durcheinander im Inneren einer Tasche Ausdruck größter Leichtigkeit und Freiheit – der Freiheit nämlich, beim Verstauen der Gegenstände ohne Plan und Kalkül vorzugehen.

Die Handtasche als kleines Museum der Gefühle und Erinnerungen

Egal, ob die Handtasche teuer oder billig, groß oder klein, aus Leder oder aus Stoff ist – für den Autor steht fest: Alle Handtaschen der Welt haben eines gemeinsam. Sie verraten dem aufmerksamen Betrachter viel über die Persönlichkeit der Frau, die sie trägt. Hat man(n) erst einmal gelernt, die Sprache der Handtasche zu verstehen, erzählt sie ihm bereitwillig von den verborgenen Ängsten, Leidenschaften, Wünschen und Träumen ihrer Besitzerin. Egal, ob es die Handynummer der Kneipenbekanntschaft, die Muschel aus dem Spanien-Urlaub oder der Brief der ersten großen Liebe ist – eine Frau muss nur ihre Handtasche öffnen, um den Alltag für einen Moment zu vergessen und ihren Sehnsuchtsort wiederzufinden.

Wissenschaftlich fundiert und dennoch unterhaltsam analysiert Jean-Claude Kaufmann, warum der Blick in die Handtasche einer Frau zugleich auch ein Blick in ihre Seele ist. »Privatsache Handtasche« ist ein Buch, in dem sich jede Frau wiederfinden kann und das jedem Mann eine ganz neue Sicht auf das seltsame Etwas eröffnet, das seine Liebste unentwegt in der Hand oder über der Schulter trägt.

Über den Autor von »Privatsache Handtasche«:

Jean-Claude Kaufmann ist Soziologe. Seit 1977 arbeitet er am Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS), zunächst als Forschungsbeauftragter, seit 2000 als Forschungsdirektor. Er ist Mitglied des Centre de Recherche sur les Liens Sociaux (CERLIS), eines CNRS-Instituts der Universität Paris V Sorbonne, wo er auch lehrt. In seinen Büchern und Aufsätzen, die in fünfzehn Sprachen übersetzt wurden, beschäftigt sich Kaufmann mit Phänomen des Alltagslebens. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in der Bretagne.

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Quelle: uvk.de

 

Tags: Handtasche
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